Über mich

Mein Name ist Jan Bühlbecker, ich wurde 1995 in Gelsenkirchen geboren und lebe seit meiner zweiten Lebenswoche in Wattenscheid. Natürlich bin ich Fußball-Fan und Mitglied der SG 09 Wattenscheid e. V. Als Fußballjugendtrainer habe ich mich aber auch bei anderen Wattenscheider Vereinen engagiert, Jugen- wie Mädchenmannschaften trainiert. Meine Schwester ist als Spielerin jedoch etwas erfolgreicher. Deswegen engagierte ich mich auch abseits des Platzes, machte für die SGW über einige Jahre die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Doch meine Schwester und meine weitere Familie sind mir wie meine Freund*innen sehr wichtig. Die Band Feinesahnefischfilet hat das einmal so umrissen: „Zuhause heißt, wo Dein Herz nicht mehr so schreit.“ Menschen sind mir dafür wichtiger als Orte. Ich mag den Wattenscheider Karneval und bin in ihm engagiert. Nächstes Jahr will ich mich als Ruth Bader Ginsburg verkleiden. Aber auch an anderen Stellen habe ich mich vor Ort, zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit und der Gemeinde engagiert. Im Kindergarten habe ich zum ersten Mal das Steigerlied gesungen und nach dem Abitur habe ich erst ein duales Studium abgeschlossen, arbeite nun zudem studienbegleitend im Wahlkreisbüro einer örtlichen Bundestagsabgeordneten. Doch mein eigenes politisches Engagement begann weitaus eher:

Denn mich war aber schon früh klar, dass ich auch selbst meine demokratischen Rechte nutzen und politisch aktiv Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen möchte – also schloss ich mich schon 2009, kurz nach der Bundestagswahl, den Jusos, der SPD-Jugendorganisation, an. Ein Jahr später wurde ich auch SPD-Mitglied. Bei den Jusos habe ich viel theoretisches Rüstzeug mitnehmen können: Die Gesellschaftsordnung zu hinterfragen, Alternativen zu entwickeln, Ungerechtigkeit und Undrückung erkennen und ihr entgegen treten, für eine Gesellschaft in der alle Menschen frei und gleich sind und in Frieden leben können streiten und mit einem starken Team für die so gewonnenen Überzeugungen und Ideen eintreten – das hat mir nicht nur Spaß gemacht, das prägt meine politische Arbeit auch weiterhin. Ich habe dabei inhaltlich und handwerklich eine Menge gelernt, mein politisches Profil geschärft. Über die Arbeit im SPD-Ortsverein, dem ich seit Anfang 2019 vorsitze, habe ich dann auch gelernt, dass die SPD eine gesellschaftliche Bewegung sein und bleiben muss – also diejenigen, für die sie streitet und diejenigen, die sich in Solidarität für sie vereinen in ihrer Mitte zu haben hat. Es ist immer eine Stärke der SPD gewesen, gesellschaftlichen Vorkämpfer*innen für das Frauenwahlrecht, die Pro-Choice-Bewegung, den Doppelpass oder die Ehe-für-alle in ihren Reihen gehabt zu haben – nicht, weil sich ihr alle wegen dieser Themen angeschlossen hätten, sondern weil alle, die sich ihr angeschlossen haben, wissen, dass gegenseitige Solidarität stark macht. Gesellschafts- und Wirtschafspolitik dürfen deswegen auch niemals gegeneinander ausgespielt werden – im Gegenteil: sie bedürfen einander. In meinem Ortsverein engagieren sich so Gewerkschafter*innen, Arbeitnehmer*innen, Lehrnende und Alleinerziehende. Aber auch Frauenrechtler*innen, Unterstützer*innen von Fridays for future, Menschen mit Migrationshintergrund und Rentner*innen, die viele Jahre in der Partei und öffentlichen Funktionen Verantwortung getragen haben und die heute noch zu jeder Sitzung kommen, um sich mit alten und neuen Weggefährt*innen auszutauschen, gehören zu uns. Der daraus resultierende Zusammenhalt macht die SPD stark – und zur modernen, linken Volkspartei. Deshalb ist mir Zusammenhalt wichtig, dadurch habe ich viel von der Bedeutung der Sozialdemokratie verstanden und weiß, dass wir nicht in irgendeiner Partei, sondern in einer mit klaren Kompass sind: Sie stellt sich grundsätzlichen Herausforderungen und löst die Probleme vor Ort, sie sieht das Große im Kleinen und im Großen – Also wurde ich demokratischer Sozialist und Kommunalpolitiker. Die Überschrift und Zielsetzung meines politischen Handelns: Die Gesellschaft der Freien und Gleichen.

Immer wieder werde nach politischen Vorbildern gefragt – Aber ich glaube, dass man gut daran tut, seinen eigenen Weg zu gehen. Doch in der SPD kann man sich dabei guten Gewissens inspieren lassen. August Bebel sagte: „Ein Sozialist ist ein Feminist!“ Otto Wels führte die einzige Fraktion an, die sich dem Faschismus bis zuletzt entgegen stellte. Willy Brandt ermöglichte Aussöhnung und neuen Frieden. Und Regine Hildebrandt lieferte den politischen Slogan, der mein Leitsatz geworden ist: „Sach mir nicht, dass dat nicht jeht!“ Oder wie es Willhelm Liebknecht es etwas schwungvoller formulierte: „Das Unmögliche zu wollen, ist die beste Voraussetzung, um dass mögliche zu erreichen.“ Grundsätzlich lasse ich mich aber auch von aktuellen Wegbegleiter*innen inspieren, denn der Zusammenhalt, den die SPD nach innen lebt, ist die Grundlage des Zusammenhalts, den sie für unsere Gesellschaft erkämpft. Das heißt auch allen Wegbegleiter*innen mutig und auf Augenhöhe zu begegnet: Ich scheue keine Auseinandersetzung, wenn ich von einem Thema überzeugt bin, sondern trete ehrlich, kämpferisch und empathisch für meine Überzeugungen ein – Beispielsweise als führende Figur der #NoGroKo-Bewegung in Bochum. Neben den Jusos arbeite ich dafür zum Beispiel mit dem Forum DL 21 und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zusammen. Denn Reibung erzeugt Nestwärme – Und so mag ich mein Zuhause. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ – Rosa Luxemburg.

Mein Leitspruch geht aber auch auf Willy Brandt zurück: Mehr Demokratie wagen. Ich will mehr Demokratie – in der Wirtschaft und in Gesellschaft. In den Wattenscheid-Mitte engagiere ich mich so zum Beispiel für eine moderne Innenstadt, die Freiräume nutzt, den Ausbau des Naherholungsgebiets am Beckmanns Hof zum Gondelteich und eine Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur. In Westenfeld will ich neue Treffpunkte für Kinder und Senior*innen schaffen, Gewerbeflächen erschließen und die Vereinskultur sowie das Sportzentrum fördern. Insgesamt will ich den Bildungsstandort Wattenscheid mit seinen vielen Schulen voranbringen und auch Kulturschaffenden bei uns eine Heimat bieten. Darüberhinaus setze ich mich für einen modernen Sozialstaat mit Kindergrundsicherung, Bürgerverischerung, Bürgergeld und Grundrente, fairen Steuern für Erb*innen und Vermögende sowie die Vereinigten Staaten von Europa ein. Mit modernen Beteiligungsformen will ich der zunehmend gerechteren Informationsverteilung gerecht werden und mit dem Ausbau der Mitbestimmung zur Mitinhaber*innenschaft die Wirtschaft demokratisieren. Im ersten Schritt soll es staatliche Investitionen nur gegen eine Beteiligung der Belegschaft geben. In der SPD bin ich übrigens genau wegen dieses Gesellschaftsbildes: Ich glaube, dass gute Bildung und Arbeit in einer demokratischen Gesellschaft und einem demokratischen Wirtschaftssystem der Schlüssel zu umfassender Teilhabe sein muss – Deswegen bin ich auch Mitglied der Gewerkschaften ver.di und IG BCE und der Arbeiterwohlfahrt. Dem digitalpolitischen Verein D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt gehöre ich an, weil ich mithelfen will, die Digitalisierung zum Freiheits- und Gerechtigkeitsmotor zu machen. Und weil ich all dies auch vor Ort umzusetzen helfen will und mir die Bildungsarbeit am Herzen liegt bin ich auch Mitglied der SJD – Die Falken. Meine weiteren Mitgliedschaften finden Sie hier.

Neben dem politischen Engagement, der Arbeit, dem Studium und vor allem der Familien und den Freund*innen bleibt wenig Zeit für weitere Hobbies. Fußball gucken, Bücher lesen und (meist dokumentarische) Filme schauen gehört für mich aber definitiv dazu. Und ein Vorteil daran, viel unterwegs zu sein: Man kann die Wegezeit nutzen, Musik hören (eher Rap und Rock als Schlager und Klassik) und selber schreiben – Zumeist eher Kurzgeschichten für Poetry Slams, auf denen ich seit vielen Jahren auftrete, manchmal aber auch ein Porträt für die eigene Website. Und zu letzterem würde ich sagen: Das hat geklappt!