Dem Morgenrot entgegen

Ich bin brennender Internationalist. Und das aus zwei Gründen: Zum einen weil ich es unfair finde, dass die Geburtslotterie über die Chancen und Möglichkeiten eines Menschen entscheidet, zum anderen weil die großen Herausforderungen unserer Zeit ohnehin nur gemeinsam bewältigt werden können. Mein Internationalismus ist dabei anti-imperialistisch, doch er streitet mit großer Leidenschaft für freiheitliche Demokratien. Darum bin ich Transatlantiker. Und aus diesem Grund war ich auch dabei, als Pulse of Europe gegründet wurde und engagiere ich mich in der Deutsch-Atlantnischen- und der Deutsch-Taiwanesischen-Gesellschaft. Vor allem aber bin ich überzeugtes Mitglied der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft mit der ich gegen jeden Antisemitismus und für den jüdischen Schutzstaat, insbesondere jedoch für gute Beziehungen zur einzigen Demokratie im Nahen Osten eintrete. Am Israel Chai – Ein wunderbarer Satz und eine historische Verantwortung. In diesem Sinne möchte ich die EU zu einer Europäischen Republik ausbauen und die NATO zu einer (nicht nur militärischen) Allianz für Demokratie in der Welt. Übrigens: Meine erste Demo richtete sich gegen den Irak-Krieg – Da war ich noch in der Grundschule.

Zwischen 2018 und Ende 2020 habe ich für die damalige Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, gearbeitet. Denn ich bin davon überzeugt, dass nichts entscheidender als die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Engagement ist, wenn Demokratien gegenüber Autokratien bestehen möchten. Und um nichts anderes geht es in den nächsten 15 Jahren. Doch das muss von uns allen getragen werden! In Bochum bin ich darum Mitglied in allen vier Städtepartnerschaftsvereinen: Der Gesellschaft Bochum-Donezk, der Gesellschaft der Freund*innen der Städtepartnerschaft Bochum-Ovideo, bei den Freund*innen Sheffields und im Freundschaftsverein Bochum-Nordhausen. Als Bühnenkünstler bin ich darüber hinaus für politische Stiftungen aufgetreten und habe mit dem Goethe Institut zusammengearbeitet. Ein gemeinsames Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit und internationale Kulturpolitik ist mein Wunsch. Aber seien wir ehrlich: Bislang werden wir unseren eigenen, europäischen Werten viel zu oft selbst nicht gerecht. Ich unterstütze darum als Vereinsmitglied die Seenotrettungsgruppen Sea Watch und Mission Lifeline sowie Pro Asyl. Und das solange bis ein globales Recht auf Migration politisch verwirklicht ist.