Achtung, Sachsen! CDU immer offener für Pakt mit AfD I Jan Bühlbecker für REVOLTE

Nächstes Jahr findet die Landtagswahl in Sachsen statt. Die Parteien beginnen mit der Vorbereitung. Dabei setzt die CDU auch auf eine brandgefährliche Personalie.

Sven Eppinger wird für die CDU in Sachsen für den Landtag kandidieren. Das steht seit gestern Abend fest. Denn gestern Abend wählte die Meißener CDU den 54-jährigen Hautarzt zu ihrem Radebeuler Direktkandidaten für die Landtagswahl im nächsten Herbst.

Klingt banal. Ist es aber nicht. Denn Eppinger ist brandgefährlich!

“Brandmauer” zu Demokrat*innen? Dieser CDU-Politiker will den Pakt mit der AfD

Ein Beispiel: Erst letzten Monat forderte Eppinger bei einer Parteiveranstaltung in Riesa Sachsen CDU-Ministerpräsidenten und Merz-Stellvertreter Michael Kretschmer auf, die Grünen aus der Regierung zu werfen und eine Minderheitsregierung zu bilden.

Die solle sich dann von der AfD tolerieren lassen. Immerhin, erklärte Eppinger, hätten CDU und AfD im sächsischen Landtag eine Mehrheit.

Besonders brisant: Eppinger sprach sogar von einer “Brandmauer” zu den Grünen – also einer durch und durch demokratischen Partei. Dieses Wort verwenden CDU-Politiker*innen bislang nur, um ihre Distanz zur faschistischen AfD zu betonen.

Eppinger relativiert, indem er die Grünen verteufelt, eindeutig die Faschist*innen.

Hinzu kommt: So richtig festgelegt scheint Sven Eppinger auf sein CDU-Parteibuch auch nicht zu sein. 2016 spendete er nämlich an die AfD. Seine Begründung: Die damalige Parteichefin Frauke Petry, die maßgeblich für die Rechtsradikalisierung der AfD verantwortlich ist, hätte ihn “als starke Frau” beeindruckt.

AfD-nahe Politiker*innen dominieren CDU in Sachsen!

Dafür spricht auch Eppingers weiteres Engagement.

Denn Sven Eppinger ist auch Chef der sogenannten “Heimat-Union”, dem sächsischen Landesverband der Werteunion, dem Lobbyverband für die weitere politische Karriere von Hans-Georg Maaßen, der immer wieder unter anderem mit der Verbreitung von Antisemitismus auffällt.

Bleiben zwei Fragen:

Erstens: Hat jemand wie Sven Eppinger, ein AfD-Spender im CDU-Gewandt, tatsächlich Chancen auf den Einzug in den Landtag? Ja. Denn der Wahlkreis Radebeul wurde seit der Wiedervereinigung stets vom CDU-Direktkandidaten gewonnen. Es droht also wirklich ein Eppinger-Elend!

Und zweitens: Was sagt eigentlich Michael Kretschmer, immerhin Vize-Chef der Bundes-CDU zum AfD-unterstützenden Direktkandidaten? Die Antwort besorgt: Denn eigentlich wollte Kretschmer “solche Leute” wie Eppinger als Kandidaten verhindern, sagte er nach dem Brandmauer-Skandal.

Dass es ihm nicht gelungen ist, zeigt, wie weit rechtsaußen Sachsens CDU tatsächlich steht…