EIL +++ Erster CDU-Landesverband kündigt offene Zusammenarbeit mit der AfD an I Jan Bühlbecker für REVOLTE

Die Rechtsradikalisierung der CDU schreitet immer weiter voran. Der Chef der CDU Bremen hat nun eine offene Zusammenarbeit mit der faschistischen AfD gefordert.

Carsten Meyer-Heder ist Bremer CDU-Chef. Und das seit über fünf Jahren. Sein Wort hat in der Union also Gewicht. Und dieses Gewicht wirft Meyer-Heder nun in die – viel zitierte – politische Waagschale. Bremens CDU-Boss fordert: Eine Zusammenarbeit aus CDU und AfD!

Im Interview mit dem Radio Bremen-Magazin “buten un binnen” sagt Meyer Heder: “Es geht um die Inhalte und nichts anderes. Wenn wir Dinge bewegen wollen und wir sind einer Meinung mit der AfD: Warum nicht?”

CDU-CHEF FORDERT OFFENE ZUSAMMENARBEIT VON UNION UND AfD! Herr Merz, sehen Sie, was Sie da angerichtet haben?!

Wichtig zu betonen ist, dass Meyer-Heder sich dabei NOCH vor allem auf die Kommunalpolitik bezieht. Doch kurz nachdem CDU-Chef Friedrich Merz in einem Sommerinterview ebenfalls eine kommunale Zusammenarbeit zwischen Union und AfD für die Zukunft nicht mehr ausschließen wollte, stimmten IM BUNDESTAG zwei CSU-Abgeordnete für einen AfD-Antrag. Das zeigt: Wird eine Zusammenarbeit mit den Faschist*innen erstmal auf einer Ebene normalisiert, ziehen ganz schnell ALLE Ebenen nach.

So relativiert Meyer-Heder die Gefahr der AfD

Und es wird noch DREISTER! Denn CDU-Chef Meyer-Heder gibt der AfD auch noch strategische Tipps: “Dass es da einen Höcke gibt – das ist ein Arschloch – das weiß auch jeder. Warum der immer noch in der AfD ist? Das macht natürlich die ganze AfD kaputt.”

Denn Meyer-Heder behauptet: “Es sind ja nicht alles Rechtsradikale in der AfD, das ist auch zu kurz gesprochen. Wir müssen uns damit beschäftigen. Wir können ja nicht so tun, als wären das alles völlig verwirrte Menschen.”

Nicht alle rechtsradikal? Naja, doch: AfD-Bundestagsabgeordnete bezeichnen sich selbst als “freundliches Gesicht des NS” und sprechen in internen Chats darüber, sich für eine finale Schlacht um Deutschland “zu bewaffnen”. Ihr Ehrenvorsitzender nannte die Nazi-Dikatur “einen Vogelschiss” in der deutschen Geschichte und  AfD-Spitzenfunktionär*innen verwenden REGELMÄSSIG NS-Vokabular.

Hinzu kommt: Die AfD war in den Mord an Walter Lübcke verwickelt, hat das Denken des Halle-Attentäters geprägt und – ach ja! – eine Ex-AfD-Abgeordnete, die IMMER NOCH Mitglied der Partei ist, sitzt aktuell in Untersuchungshaft, weil sie mit einer riesigen bewaffneten Reichsbürger-Zelle einen Staatsstreich geplant haben soll.

Aber in einem Punkt hat Meyer-Heder Recht: “verwirrt” sind die AfD-Politiker*innen nicht. Im Gegenteil: Sie wissen, was sie tun. Und das macht es schlimmer!

Update 29. September, 11 Uhr: Carsten Meyer-Heder ist als CDU-Landeschef zurückgetreten. DRUCK WIRKT! Wann nehmen Sie sich daran ein Beispiel, Herr Merz?!